Hardware
Das Steuergerät
Die zentrale Steuereinheit des TOMOILER.
Das Steuergerät hat 4 USB-C-Anschlüsse: Stromversorgung, Tank, GPS und Taster.
Die Versorgungsspannung des TOMOILER kann über das 12-V-Bordnetz oder eine USB-Powerbank erfolgen, da 5–24 V DC unterstützt werden.
Alle weiteren Komponenten werden vom Steuergerät versorgt.
Das TOMOILER-Steuergerät und seine Elektronikkomponenten sind komplett mit Kunstharz vergossen und verfügen dadurch über eine hohe Vibrations- und Feuchtigkeitsbeständigkeit.
Stromaufnahme:
Leerlauf: 0,129 A
Pumpenlauf max.: 0,179 A
In der Praxis bedeutet das bei einer Powerbank mit 2000 mAh und ca. 85 % nutzbarer Kapazität, bei einer Schmierung alle 3,8 km:
Landstraße Ø 80 km/h = ca. 919 km
Autobahn Ø 120 km/h = ca. 1571 km
Der Taster
Im Automatikmodus dient der Taster dazu, den Regenmodus ein- oder auszuschalten. Durch kurzen Druck auf den Taster schaltet das TOMOILER-Steuergerät in den Regenmodus. Erneutes Drücken beendet den Regenmodus. Die LED am Taster wechselt bei aktivem Regenmodus auf Blau.
Durch einen Druck von 4 Sekunden auf den Taster wird das WiFi des TOMOILER aktiviert. Der Taster zeigt dies durch eine kurze Blinksequenz an.
Wird die Automatik im TOMOILER über das WebGUI abgeschaltet, wird keine automatische Kettenölung mehr durchgeführt.
Im manuellen Betrieb wird der Lenkertaster in den Funktionsmodus „Pumpe auslösen“ und „Schmiermodus umschalten“ gesetzt.
Im manuellen Modus wird durch kurzen Druck die Schmierung ausgelöst. Durch einen dauerhaften Druck von 2 Sekunden schaltet der TOMOILER in den Einstellmodus. Die LED leuchtet dann für 7 Sek. In dieser Zeit verstellt jeder Druck auf den Taster den Schmiermodus (aus 2 wird 3 usw.).
Das GPS Modul
Dient dazu – wer hätte das gedacht –, die GPS-Rohdaten an das TOMOILER-Steuergerät zu senden. Das TOMOILER-Steuergerät berechnet daraus kontinuierlich die zurückgelegte Distanz.
Das Modul wird über den USB-C-Stecker einfach an das Steuergerät angeschlossen und kann z. B. unter dem Sozius platziert werden.
Der TOMOILER hat keine Ortungsfunktion. Es ist kein SIM-Karten-Modul installiert, und das GPS-Modul dient ausschließlich der Distanzberechnung.
Der Tank
Der Tank integriert die Pumpe. Die Deckel und die Kabeldurchführung sind mit O-Ringen abgedichtet. Beide Deckel sind als Bajonettverschluss ausgeführt. Das ermöglicht es, das Pumpenmodul zu entfernen, um gegebenenfalls Reparaturen durchzuführen.
Der komplette Tank kann zur Reinigung oder für Reparaturen zerlegt werden. Alle Verschraubungen im Kunststoff sind als metrische Gewinde ausgeführt und werden nicht direkt in den Kunststoff, sondern in Messing-Gewindeeinsätze verschraubt.
Eine Reparaturanleitung wird bei Bedarf zur Verfügung gestellt.
Die Dualnozzle
Die DualNozzle ist eine Doppelauslass-Düse zur gezielten Schmierung der Antriebskette. Im Gegensatz zu einer einzelnen Austrittsöffnung wird das Schmiermittel gleichzeitig an zwei Punkten aufgebracht.
Die beiden Auslassöffnungen sind so positioniert, dass das Öl beidseitig auf die Kettenrollen beziehungsweise an die Übergänge zwischen Rolle und Lasche aufgebracht wird. Dadurch verteilt sich das Schmiermittel gleichmäßiger über die gesamte Kettenbreite.
Während der Fahrt wird das Öl durch die Zentrifugalkraft zusätzlich entlang der Kette verteilt. Durch die doppelte Einspeisung verkürzt sich der Verteilweg des Schmiermittels, was insbesondere bei breiteren Ketten oder höheren Geschwindigkeiten zu einer gleichmäßigeren Benetzung führen kann.
Die DualNozzle arbeitet rein mechanisch und benötigt keine zusätzliche elektrische Ansteuerung. Sie wird in die bestehende Ölleitung integriert und nutzt den vom Pumpensystem erzeugten Förderdruck.
Die Spannungsversorgung
Die Spannungsversorgung vom Motorrad wird über eine Sicherung hergestellt. Das Sicherungsadapterkabel wird mit einer zusätzlichen 1,8-A-Sicherung in der Leitung bereit gestellt.
Die meisten Motorräder verfügen als kleinste Sicherung über eine 7,5-A-Sicherung.
Durch den Austausch der Sicherung gegen das Anschlusskabel zum TOMOILER lässt sich das Steuergerät einfach mit der Bordelektrik verbinden.
Das Kabel besitzt zusätzlich einen 8-mm-Ringanschluss, über den die Masseverbindung am Rahmen hergestellt werden kann.
👉 Sicherung tauschen, Massekabel verbinden – fertig!
Das Rückhalteventil
Das Rückhalteventil wird ca. 10 cm hinter dem Tank installiert und ist so konstruiert, dass es erst bei einem definierten Überdruck durch die Pumpe öffnet. Solange die Pumpe nicht läuft, bleibt das Ventil geschlossen.
Dadurch wird zuverlässig verhindert, dass Öl aus den Leitungen nachläuft oder tropft. Das System bleibt drucklos dicht, und es gelangt nur dann Schmiermittel zur Kette, wenn aktiv gefördert wird.
Das Ventil arbeitet rein mechanisch und benötigt keine elektrische Ansteuerung.
F.A.Q.
Das Steuergerät besteht jetzt schon aus Aluminium. Die komplette Elektronik ist in Kunstharz vergossen. Wasser und Vibrationsfest.
Weil ich damit schnell verbessern kann. Für eine Serie ist das nicht der Plan – da wäre Spritzguss die saubere Lösung.
Teile des Öltank, dazu gehören Pumpenaufnahme, Deckel und Kabeldurchführung. Die Nozzel für das Kettenrad und die Halterung an der Schwinge.
Ja das funktioniert! In den Testmotorrädern, inklusive meiner Africa Twin CRF1000L, laufen die Geräte seit mehr als 2 Jahren.
Ja die Möglichkeit besteht, aber nur in der 3D gedruckten Version. Wenn du Interesse hast kannst du mich anschreiben und evtl. ein Testgerät (Prototyp) bekommen.
Das ist ganz individuell und hängt u. a. davon ab, ob genug Öl auf den Kettensatz gefördert wird. Stand heute sind 48000 Km mit dem ersten Kettensatz auf meiner AT und der Kettentrieb ist noch OK. Und nein ich fahre nicht im „Schonmodus“, ganz im Gegenteil. Sommer, Winter, Streusalz, Regen alles dabei.
Na klar! Da ich am Harzrand wohne, bin ich oft auch im Harz unterwegs. Es ist sicher kein Problem sich z. B. mal in Torfhaus, Netzkater, Pullman City oder an der Rappbode-Talsperre zu treffen.
Im Mai bin ich in der Nähe von Zell am See und werde einige Pässe fahren, wie bsw. die Großglockner Hochaplpenstrasse.
